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Eine der wichtigsten rechtlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit technologischen und Mobilitätsfortschritten in der Automobilindustrie ist die Frage der Rechtmäßigkeit des Betriebs selbstfahrender Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen. Immer mehr technologiefreundliche Ansätze werden ständig diskutiert. Das geänderte Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr (Wiener Übereinkommen), dem Deutschland beigetreten ist, kann den Einsatz selbstfahrender Technologien genehmigen, kann aber dennoch die Anwesenheit eines menschlichen « Fahrers » erfordern, der jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen kann, vorbehaltlich neuer Auslegungsrichtlinien. Außerdem werden derzeit Änderungen der UNECE-Verordnungen, insbesondere der UNECE-Verordnung 79, diskutiert. Selbst wenn automatisierte Fahrzeuge zugelassen werden können, können « Fahrer » verpflichtet sein, den Fahrprozess ständig zu überwachen und jederzeit bereit zu sein, das System zu deaktivieren oder zu überschreiben. Im März 2017 verabschiedete der Deutsche Bundestag Änderungen der deutschen Gesetzlichen Bestimmungen, die die Typgenehmigung von hoch- und vollautomatisierten (aber nicht autonomen) Fahrzeugen erlauben, sofern es noch manuelle Kontrollen für den menschlichen Fahrer gibt. Auch der deutsche Gesetzgeber hat in jüngster Zeit versucht, einen Rechtsrahmen vorzusehen, der sogar autonomes Fahren auf SAE-Stufe 4 erlaubt. 47Arbeitszeitkonten haben in der deutschen Automobilindustrie breite Nutzung gefunden. Die Anzahl der Arbeitszeiten, die die Konten speichern können, wurde im Rahmen der großen Tarifwelle der Jahre 2004 bis 2006 erweitert (Jürgens & Krzywdzinski, 2006: 42). Bei Volkswagen können bis zu 400 Arbeitsstunden auf den Konten gespeichert werden; bei Opel gibt es keine Begrenzung der Anzahl der Stunden auf den Arbeitszeitkonten.

Pries Ludger (2006), « Kostenwettbewerb oder Innovationswettbewerb? Lehren aus dem Fall des BMW-Werksstandorts Leipzig », Deutschland, Transfer, 12(1): 11-29. 27Wie können wir die bis zu diesem Zeitpunkt vorgelegten Beweise zusammenfassen? Bei den OEMs war die Expansion auf CEE mit einer Aufwärtsverschiebung des deutschen Produktsortiments verbunden. Zusammen mit vielen anderen Produkt- und Prozessinnovationen ermöglichte die Verlagerung der Produktion von preisgünstigen Autos nach CEE den Unternehmen, qualitätsorientierte Produkte zu erschwinglichen Kosten zu produzieren. Der Ausbau deutscher OEMs im Ausland schuf auch neue Märkte für Gerätehersteller. Aus dieser Perspektive stellte die Expansion in CEE einen positiven Kreislauf für die deutsche Industrie dar. 61Interessanterweise ignoriert die Literatur über den « vertikalen Zerfall » des deutschen Produktionsmodells jedoch durch die Konzentration auf Konzessionsverhandlungen in den schwächsten Teilen der Wertschöpfungskette einen wichtigen Prozess, der die gesellschaftliche Basis der Governance-Kompromisse in den Kernunternehmen des deutschen Verarbeitenden Gewerbes verändert. Der stetig steigende Anteil hochqualifizierter Angestellter – ein Trend, der durch die sich wandelnde Arbeitsteilung zwischen den deutschen und den ausländischen Standorten gefördert wird – hat die Situation von Gewerkschaftsvertretern und Betriebsräten in der deutschen Industrie grundlegend verändert.

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